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Moseltour – Eine Nacht auf der Ehrenburg

Vor kurzem haben wir uns mal eine kleine Auszeit genommen, vom Alltag – nicht vom fotografieren. Unser Ziel war eine Übernachtung auf der Ehrenburg, allerdings wollten wir bei der Gelegenheit mal ein wenig die Mosel und ihre Weine kennenlernen. Eigentlich sind wir beide mehr so: „Komm wir fahren ans Meer!“. Mittlerweile ist es allerding so, das wir uns bewusst geworden sind, welch wunderschöne Fleckchen es in Deutschland abseits der Nord- und Ostseestrände gibt.

Kurzum, da es von Düsseldorf ja auch nicht unbedingt weit ist, machten wir uns auf den Weg und so fuhren wir nach kurzer Fahrtzeit auf der Autobahn durch das schöne Moseltal. Ein kleiner Ort mit schönen alten Gebäuden nach dem anderen, ein Winzer neben dem nächsten und Weinberge ohne Ende. Gleiches gilt übrigens auch für Burgen, ob nun intakt oder Ruine. Die meisten sind mehr als nur einen Blick wert. So ist es kaum verwunderlich, dass Burg Eltz, als wohl eine der bekanntesten Burgen der Region, als erste auf unserer Liste stand.

Leider nicht nur bei uns und auch Petrus war uns nicht wohlgesonnen, bewölkter Himmel und immer wieder Regen. War also nicht so toll zum fotografieren, trotzdem haben wir natürlich das eine oder andere Foto dort geschossen.

Nächstes Ziel, mittlerweile dann bei strahlendem Sonnenschein: Cochem, der Touristenort an der Mosel schlechthin. Und über der Stadt auf dem Berg, unübersehbar, die prächtige Reichsburg. Endlich gute Fotos und erstmal ab ins Café, den Koffeinpegel hochtreiben und schliesslich hatten wir ja noch ein wenig Programm an diesem Tag.

Etliche Burgen, Ruinen und zig Kilometer auf Landstrassen an der Mosel und über der Mosel, kam schlussendlich unser eigentliches Ziel in fast sichtbare Nähe. Die Ehrenburg! Etwas versteckt liegt sie in der Nähe des Örtchens Brodenbach. Man muss schon fast über sie stolpern bevor man sie sieht. Also, Gepäck aus dem Auto und über die Brücke zur Burg. Nur das grosse Burgtor trennte uns noch von dem kleinen Abenteuer, dass vor uns lag.

Check-in, 13 Zimmer gibt es auf Burg Ehrenburg. Alles Themenzimmer und unterschiedlich eingerichtet. Uns ward das Wikinger Zimmer „Erik der Rote“ zugedacht, mit einem Bett, das wirklich einem Wikingerschiff nachempfunden wurde. Am Kopfende trohnt eine Bugfigur mit einem Drachenkopf. Ansonsten alles auf dem neuesten Stand, auch die sanitären Anlagen unserer „Suite“…kein Abort wie im Mittelalter, eher Luxus der Neuzeit, liebevoll integriert.

Nachdem wir unsere Klamotten verstaut und das Zimmer ausgiebig inspiziert hatten, ging es auf den Burghof. Neben mittelalterlich gewandetem Personal und rustikalen Sitzgelegenheiten findet man eine mittelalterliche Küche und eine Schmiede, bevor der Weg einen Richtung Rittersaal zum wirklich sehr guten Essen führt. Reichlich gestärkt und mit leckerem Moselwein beschwingt hat man dann später am Abend die Burg fast für sich alleine. Verstärkt wird dieses Gefühl noch durch den Zimmerschlüssel, mit dem man gleichzeitig auch Gewalt über das große Burgtor hat.

Es ist ist schon ein beeindruckendes Gefühl, mitten in der Nacht mit Fackeln bewaffnet durch die Burg zu spazieren. Man fühlt sich, wie auf einer Zeitreise ins Mittelalter. Ich habe dann noch die Gelegenheit genutzt ein paar schöne Fotos von meiner Lebensgefährtin, die rein zufällig ein mittelalterliches Gewand in ihrem Gepäck hatte, in dieser Kulisse zu machen.

Wir haben uns auf der Ehrenburg sehr willkommen gefühlt und es wird garantiert nicht unsere letzte Nacht dort gewesen sein, dann gibt’s auch wieder einen Bericht und noch mehr Fotos, versprochen!

www.burg-eltz.de    www.cochem.de  www.reichsburg-chochem.de  www.ehrenburg.de

 

 

Mein Name ist Michael Wipperfürth, ich bin Fotograf und Bildbearbeiter aus Düsseldorf.



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