lost place - düsseldorf - urbex

„Take nothing but photos. Leave nothing but a footprint.“

„Take nothing but photos. Leave nothing but a footprint.“, das ist der Ehrenkodex der Urbexer (Kurzform von Urban exploration – die Erforschung von meist verlassenen Gebäuden).

Vor ein paar Jahren hat es mich auch mal gepackt und ich bin mit einem Fotobuddy losgezogen um einen ziemlich bekannten Lost Place in Düsseldorf fotografisch zu „erkunden“.

„Pass auf wo Du hintrittst!“, hat er beim reingehen zu mir gesagt. „Hier sind teilweise große Löcher im Boden und irgendwelche Ä….e legen da immer Pappe drüber!“. Mein Adrenalinspiegel ließ sich dadurch nicht steigern, der war eh schon fast am Limit. Aber die Neugier war stärker und so betrat ich mit ihm die verlassene Fabrik. Nach seiner Warnung natürlich bedacht auf jeden Schritt. Dreckig und staubig, so hatte ich es mir schon vorgestellt. Aber irgendwie strahlte dieses Gebäude mir auch etwas entgegen, es waren die Spuren der Vergangenheit, der gnadenlose Verfall, gepaart mit bunten Graffitis. Teilweise war die Farbe noch frisch, der Geruch von Lösungsmitteln lag in der Luft. Durch zerborstene Fenster kämpfte sich die späte Abendsonne und tauchte die Räume und Hallen in ein gespenstisches Licht. Leider sah man auch vieles, dass einfach mutwillig und aus Langeweile zerstört wurde. Müll, der vermutlich bei kleinen Partys von Jugendlichen hinterlassen wurde.  „Take nothing but photos. Leave nothing but a footprint.“, das kam mir wieder in den Sinn, nachdem ich die Eindrücke verarbeitet hatte. Ich hatte Ehrfurcht vor dem Gebäude, es hat mir seine Geschichte erzählt. Die Geschichte seiner guten Tage, als dort produziert wurde. Als dort Tag für Tag noch Menschen gearbeitet haben, bis sie irgendwann geschlossen wurde, dem Verfall und dem Vandalismus preisgegeben. Und während all dies auf mich einwirkte, erkannte ich die Schönheit dieses geschändeten Orts.

Ich hoffe, das ich Euch mit den Bildern ein wenig mitnehmen kann. Mitnehmen auf einen kleinen Rundgang. Und vielleicht seht Ihr ja auch noch ein wenig Schönheit in der alten Fabrik.

 

Mein Name ist Michael Wipperfürth, ich bin Fotograf und Bildbearbeiter aus Düsseldorf.



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